Meine Philosophie

Meine Zeichenschule ist für Menschen, die Spaß am Zeichnen und Malen haben. Dabei sind diejenigen, die weniger talentiert sind genauso herzlich willkommen, wie die, die womöglich ein besonderes Talent haben. Manchmal ist es auch nur versteckt und kann herausgekitzelt werden und manchmal ist die Freude eben größer als alles andere. Und das zählt. Solange etwas Spaß macht, darf man es nicht lassen.

Ist ein Talent vorhanden, muss es unbedingt ans Licht gebracht, ausgelebt und gefördert werden. Bleibt ein Talent verborgen, verdrängt und unerkannt, verkümmert es und macht den Menschen, der es in sich trägt, früher oder später unglücklich. Wer Talent hat, soll es zeigen. Wer talentierte Kinder hat, dem wünsche ich Freude und Wertschätzung dabei, das wahrzunehmen und zu pflegen.

Kinder brauchen für das, was sie gern tun und dazu noch besonders gut können, Anerkennung und Lob, um eine gesunde Mischung aus Mut und Selbstbewußtsein zu entwickeln für eine starke innere Säule im späteren Leben.

Ein zeichnerisches Talent und ein lustvolles Verständnis für Formen und Farben zu besitzen, ist ein großartiger und wertvoller Schatz. Um sich gern hinzusetzten und zeichnerisch, malerisch oder gestalterisch Bilder zu erschaffen, um sich weiter zu entwickeln und dazuzulernen, sollten alle Weichen, die den Weg in diese Richtung offen halten, früh gestellt werden.

Mein größtes Glück als Kind war, dass ich in Wismar die Zeichenschule unter Leitung des Künstlers Hans Mühlemann wöchentlich besuchen durfte. Mein Talent wurde gefördert und geachtet. Es wurde skizziert, gemalt und gezeichnet. Ich wurde künstlerisch geschult, was ich heute als große wertvolles Geschenk betrachte.

Liegt aller Kunst das Zeichnen zu grunde, als das Fundament für weitere künstlerische Audrucksweisen, so liegt auch in meiner Zeichenschule das Zeichnen zu Beginn im Vordergrund, bevor mit Farbe und Pinsel und in weiteren Gestaltungsbereichen gearbeitet wird.

Als Künstlerin war und ist mir immer wichtig, an der Natur, mit der Natur zu lernen, gegebenes mit dem Auge zu betrachten und zeichnerisch zu ergründen. Erst danach kann sich eine freie künstlerische sichere Ausdrucksweise enwickeln. Was das Auge sieht, prägt sich ein.